Die neue Mini-Mode

Die aktuelle Frühlingskollektion 2004 der Ultrakompaktkameras bringt eine allgemeine Steigerung des Leistungsniveaus zu reduzierten Preisen. Neben den Modellen mit vier und fünf Millionen Pixeln können sich auch 3-Megapixel-Kameras gut behaupten.

Fuji FinePix F420

Die FinePix F420 ist nun schon das dritte Modell im praktisch quadratischen Formfaktor; wie die FinePix F410 des vergangenen Jahres ist auch die neue Version mit einem 3 Megapixel auflösenden SuperCCD-HR-Sensor ausgestattet. Das 3fach-Zoom ist hingegen neu gerechnet und deckt nun mit Brennweiten zwischen umgerechnet 36 bis 108 Millimetern den Weitwinkelbereich etwas besser ab. Der Autofokus erfasst nach wie vor nur das Bildzentrum, sodass man häufiger auf den Schärfenspeicher zurückgreifen muss, um Fehlfokussierungen zu vermeiden. Das neue Objektiv hat im Makromodus eine auf 8,5 Zentimeter verkürzte Naheinstellgrenze, was nun Motive mit einer Diagonale von 31 Millimetern noch formatfüllend aufzunehmen erlaubt; der ebenfalls verbesserte Abbildungsmaßstab beträgt 113 Pixel pro Millimeter.

Die Blende und die Belichtungszeit, die zwischen 2 und 1/2000 Sekunde variieren kann, wird von einer Programmautomatik oder einem von vier Motivprogrammen gesteuert. Die automatisch gefundenen Belichtungswerte kann man korrigieren, das Ergebnis aber nicht mit einer Histogrammanzeige kontrollieren. Auch der Weißabgleich setzt auf die Automatik; es stehen zwar sechs Voreinstellungen für Sonnen- und Kunstlicht zur Wahl, jedoch kein manueller Weißabgleich.

Das Display ist gegenüber dem Vorgängermodell von 1,5 auf 1,8 Zoll gewachsen und löst mit 134000 Pixeln höher auf. Auch ein AV-Ausgang für die Bildpräsentation auf dem Fernseher fehlt nicht länger. Den Lithium-Ionen-Akku früherer Modelle hat Fuji durch etwas schwachbrüstige NiMH-Akkus in AAA-Größe ersetzt; der – immerhin preisgünstige – Zukauf weiterer Akkus zum mitgelieferten Akkusatz und passendem Ladegerät erscheint ratsam.

In 2,3 Sekunden ist die Kamera einsatzbereit und erreicht dann eine Bildfolgezeit von kurzen 1,5 Sekunden. Im Serienbildmodus steigt die Geschwindigkeit noch auf 3,1 Bilder pro Sekunde, wahlweise die ersten vier Bilder nach dem Druck auf den Auslöser oder die letzten vier Aufnahmen, bevor man ihn losgelassen hat. Der Autofokus stellt zuverlässig in weniger als einer Sekunde scharf; nur die Auslöseverzögerung nach Vorfokussierung ist mit 0,19 Sekunden ungewöhnlich lang.

Der SuperCCD-Sensor der FinePix F420 sorgt für die für 3-Megapixel-Kameras ungewöhnlich hohe Auflösung von rund 1200 Linien pro Bildhöhe. Zu diesem Ergebnis trägt das neue Objektiv bei, dessen Schärfe auch in den Bildecken nur wenig abfällt. Das Helligkeitsrauschen bleibt akzeptabel, während das Farbrauschen schon bei der Nennempfindlichkeit 1,6 Prozent erreicht; mildernd wirkt hier allerdings die hohe Auflösung der 6-Megapixel-Bilder.

Kodak EasyShare LS743

Mit der hier getesteten EasyShare LS743 und der bis auf die 5-Megapixel-Auflösung weitgehend baugleichen LS753 setzt Kodak seine Baureihe von Ultrakompaktkameras im Metallgehäuse fort. Das 4-Megapixel-Modell LS743 ist mit einem 2,8fach-Zoom ausgestattet, dessen Lichtstärke zwischen f3,0 bei 36 und f4,9 bei 100 Millimetern leicht unter dem Klassendurchschnitt bleibt. Der Autofokus lässt sich zwischen einer Spot- und Mehrpunkt-Charakteristik umschalten; die Naheinstellgrenze liegt bei 60, im Makromodus bei 5 Zentimetern. Damit kann die LS743 Motive mit einer Diagonalen von 56 Millimetern formatfüllend aufnehmen.

Die von der Programmautomatik oder einer der zehn Motivprogramme gewählten Zeit- und Blendenwerte zeigt die Kamera nicht an. Korrigierende Eingriffe sind möglich, beschränken sich aber auf den Lichtwert; Farbsättigung, Kontrast und Schärfe lassen sich nicht beeinflussen. Einstellungen wie die Empfindlichkeit, der Weißabgleichswert und der Blitzmodus gehen beim Ausschalten der Kamera verloren. Im Movie-Modus nimmt die LS743 MPEG-4-Filme im VGA-Format auf, deren Bildrate allerdings bei nur 13 Bildern pro Sekunde liegt. Die USB-Schnittstelle der Kamera entspricht dem USB-2.0-Standard, bleibt aber auf die Geschwindigkeit des älteren Standards USB 1.1 beschränkt und bietet so keine echten Vorteile.

4,4 Sekunden benötigt die LS743 vom Einschalten bis zur Betriebsbereitschaft und auch von Bild zu Bild vergeht eine ungewöhnlich lange Zeit, sofern man nicht die Displayanzeige abschaltet, womit die Bildfolgezeit auf gute 1,8 Sekunden schrumpft. Im Serienbildmodus kann die Kodak für 6 Aufnahmen in Folge 3 Bilder pro Sekunde aufzeichnen. Der recht schnelle Autofokus stellt in 0,5 bis 0,8 Sekunden scharf und auch die Auslöseverzögerung nach Vorfokussierung ist sehr kurz.

Die Auflösung von rund 1070 Linien pro Bildhöhe wird einer 4-Megapixel-Kamera nicht voll gerecht. Das Farbrauschen bleibt hingegen mit 0,8 Prozent erfreulich gering. Zu kritisieren bleibt eine relativ deutliche Neigung zu Farbsäumen aufgrund der und einer starken tonnenförmigen Verzeichnung bei kürzester Brennweite; an feinen Motivdetails mit starkem Kontrast zeigen sich Moirés.

Olympus µ[mju:] 410 Digital

Auch das nunmehr dritte Modell in Olympus’ digitaler mju-Baureihe ist wie die Vorgänger für den harten Urlaubseinsatz ausgelegt. Das so robuste wie elegante Metallgehäuse und seine Bedienelemente sind spritzwassergeschützt; alle Öffnungen sind mit Gummiringen gegen das Eindringen von Staub und Wasser abgedichtet. Das hinter einem massiven Schutzschieber verborgene Zoom-Objektiv kann seine Brennweite zwischen umgerechnet 35 und 105 Millimetern verändern; seine Lichtstärke von f3,1 bis f5,2 ist vergleichsweise gering. Während dieser Kritikpunkt am Vorgängermodell bestehen bleibt, hat sich Olympus die negativen Reaktionen auf die µ[mju:] 400 offenbar zu Herzen genommen und die neue mju in fast allen Bereichen gründlich überarbeitet. Der Autofokus kann nun bis zu einer Naheinstellgrenze von 9 Zentimetern scharfstellen, womit eine Motivdiagonale von 36 Millimetern formatfüllend erfasst wird.

Eine Programmautomatik oder eines von acht Motivprogrammen steuert Zeit und Blende, wobei die Belichtungswerte leider nicht angezeigt werden. Eingriffe in die Belichtung sind nur als Korrektur des Lichtwerts möglich; neben dem automatischen Weißabgleich stehen vier feste Einstellungen zur Wahl. Im Movie-Modus kann die mju nun auch Filme mit Tonspur in unbegrenzter Länge aufzeichnen; das Vorgängermodell auf kurze Stummfilme eingeschränkt. Auch das Handling hat Olympus leicht überarbeitet; so genügt jetzt ein einziger Tastendruck, um in den Wiedergabemodus umzuschalten.

Die neue mju ist 3,9 Sekunden nach dem Zurückschieben des Objektivschutzes einsatzbereit und nimmt dann Bilder im Abstand von minimal 2,5 Sekunden auf. Im Serienbildmodus steigt die Bildfrequenz für bis zu sieben Aufnahmen auf fast zwei Bilder pro Sekunde – auch dies eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell, das nur drei Bilder in drei Sekunden aufzeichnen konnte. Der Autofokus stellt im gesamten Brennweitenbereich in rund einer Sekunde scharf.

War an der µ[mju:] 400 noch ihre unzulängliche Auflösung zu kritisieren gewesen, erreicht der Nachfolger nun ein für 4-Megapixel-Kameras angemessenes Ergebnis von rund 1190 Linien pro Bildhöhe. Dazu trägt vor allem das Objektiv bei, das eine bis in die Bildecken hervorragende Auflösungsleistung zeigt; auch die Randabschattung bei offener Blende ist gering. Das Rauschen liegt bei einem Rauschabstand von 13,8 dB und einem Farbrauschen von 1,1 Prozent etwas über dem Durchschnitt, ist aber noch akzeptabel. Leider kann man die Empfindlichkeit nicht manuell einstellen, um die automatische Wahl eines höheren ISO-Werts mit stärkerem Bildrauschen zu vermeiden.

Pentax Optio S4i

Die Option S4i ist die kleinste und insbesondere flachste Kamera im Test – so flach, dass ihr 3fach Zoom mit einem Brennweitenbereich von umgerechnet 35 bis 105 Millimetern nur mit einem Trick im 20,5 Millimeter tiefen Gehäuse Platz findet: Beim Einfahren des Objektivtubus schwenkt die mittlere Linsenbaugruppe zur Seite und macht so der äußeren Linsengruppe Platz. Diese spezielle Konstruktion bewährt sich nun schon in der dritten Modellgeneration von Pentax und deren Kooperationspartner Casio. Der Autofokus kann zwischen einer 7-Punkt- und einer zentralen Spotmessung umgeschaltet werden; das Spot-Messfeld lässt sich auch an 49 Positionen im gesamten Bildfeld verschieben. Die Naheinstellgrenze von 6 Zentimetern reicht für die formatfüllende Abbildung von Motiven mit einer Diagonalen von 44 Millimetern aus.

Blende und Verschlusszeit kann man durch eine Programmautomatik oder eines von zwölf Motivprogrammen steuern lassen; wenn das optional einblendbare Live-Histogramm ein Fehlbelichtung anzeigt, kann man korrigierend eingreifen. Kontrast, Farbsättigung und Schärfe lassen sich in weiten Grenzen regeln und auch ein manueller Weißabgleich ist möglich. Häufig benutzte Kombinationen von Einstellungen kann man als User-Modus speichern.

Während die Modellvarianten des Kooperationspartners Casio schon immer große Displays besaßen und mit einer Dockingstation ausgeliefert wurden, hat Pentax erst die Optio S4i damit ausgestattet. In der Dockingstation kann man nicht nur den Lithium-Ionen-Akku in der Kamera, sondern alternativ auch einen zweiten Akku außerhalb der Kamera laden.

Knapp zwei Sekunden nach dem Einschalten ist die Optio S4i einsatzbereit und erreicht dann eine Bildfolgezeit von 2,5 Sekunden. Im Serienbildmodus steigt die Geschwindigkeit nur unmerklich auf  0,5 Bilder pro Sekunde. Die Auslöseverzögerung nach Vorfokussierung ist nicht mehr messbar; inklusive Fokussierung benötigt die Kamera nur zwischen 0,4 und 0,6 Sekunden zur Vorbereitung der Belichtung.

Die kompakte Objektivkonstruktion fordert Zugeständnisse an anderer Stelle: Die Auflösung von 1030 Linien pro Bildhöhe wäre eher einer 3-Megapixel-Kamera angemessen. Auch die recht starke Vignettierung um 42 Prozent und die Randunschärfe bei offener Blende sind dem Objektiv anzulasten. Das Helligkeitsrauschen ist dafür gering und das Farbrauschen bei der Grundempfindlichkeit akzeptabel; der Weißabgleich arbeitet präzise.

Pentax Optio S40

Mit der etwas größeren und 50 Euro billigeren Optio S40 führt Pentax eine neue, noch immer ultrakompakte Kameralinie neben den Superminis wie der Optio S4i ein. Wie die kleine Schwester ist auch die Optio S40 mit einem 4-Megapixel-CCD und einem 3fach-Zoom ausgestattet, dessen Brennweite von umgerechnet 35 bis 105 Millimeter verstellt werden kann; auch die Lichtstärke und die Naheinstellgrenze von 40 Zentimetern im normalen und 6 Zentimeter im Makromodus sind dieselben. Der Autofokus ist allerdings weniger flexibel und lässt nur die Wahl zwischen einer 5-Punkt- und einer Spot-Messcharakteristik.

Die Belichtungssteuerung ist sehr ähnlich aufgebaut, wenngleich die Steuerung von Kontrast, Farbsättigung und Schärfe nur in drei statt in fünf Schritten erfolgen kann. Auch die Optio S40 kann die Tonwertverteilung einer Aufnahme abschätzen und in einem Live-Histogramm darstellen. Das Display ist mit 1,6 Zoll deutlich kleiner ausgefallen und macht zusammen mit den größeren Gehäuseabmessungen mehr Platz für eine ergonomische Anordnung der Bedienelemente. Die Stromversorgung übernehmen zwei Mignon-Batterien oder -Akkus; mitgeliefert werden allerdings nur Batterien. der Anschluss an eine Dockingstation ist nicht vorgesehen.

Mit einer Einschaltzeit von 3,4 und einer Bildfolgezeit von 4,5 Sekunden ist die Optio S40 deutlich langsamer als die kleine Schwester; auch der Autofokus nimmt sich teilweise doppelt so viel Zeit.

Bei der Objektivkonstruktion hat Pentax freilich die durch das größere Gehäuse erweiterten Freiheitsgrade sinnvoll genutzt: Die gemessene Auflösung von rund 1160 Linien pro Bildhöhe wird dem 4-Megapixel-Sensor besser gerecht als die mit demselben Sensor erzielte geringere Auflösung der Optio S4i. Die Vignettierung bei offener Blende ist dagegen noch etwas stärker und die Schärfe am Bildrand nur wenig höher. Überraschenderweise zeigt das Rauschverhalten eine unterschiedliche Abstimmung der beiden Pentax-Modelle: Die Optio S40 zeigt nur ein geringes Farbrauschen, dafür aber ein leicht erhöhtes (aber noch immer akzeptables) Helligkeitsrauschen.

Ricoh Caplio Rx

Mit der Caplio Rx, dem dritten 3-Megapixel-Modell dieses Vergleichstests, setzt Ricoh die mit der Caplio G3, G4 und G4 wide eingeführte Kameraserie fort. Die in schwarzen und silbernen Varianten angebotene Caplio Rx ist mit ihrer kürzesten Brennweite von umgerechnet 28 Millimetern nicht nur so weitwinkeltauglich wie die Caplio G4 wide; ihr etwas lichtschwaches 3,6fach-Zoom deckt mit einer längsten Brennweite von umgerechnet 100 Millimetern auch den Telebereich fast so gut wie die Caplio G4 ab. Dabei ist die Kamera noch kompakter als beide Vorgängermodelle gestaltet und steckt in einem überwiegend aus Metall gefertigten Gehäuse. Auch das neue Modell fokussiert mit einem hybriden AF-System, das einen Exo-Passiv-Sensor zur Vorfokussierung mit einem Kontrastvergleichs-Autofokus für die Feinstellung kombiniert. Ricoh-typisch liegt die Naheinstellgrenze im Makromodus bei nur einem Zentimeter; aus dieser Entfernung bildet die Kamera noch Motive mit einer Diagonalen von 33 Millimetern formatfüllend ab.

Belichtungszeiten zwischen 1 und 1/2000 Sekunde kann die Kamera mit einer Programmautomatik oder einem von sechs Motivprogrammen wählen; längere Belichtungszeiten bis zu 8 Sekunden kann man manuell einstellen. Neben einer Belichtungskorrektur, deren Wirkung sich anhand eines Live-Histogramm beurteilen lässt, ist auch eine Steuerung des Nachschärfens in der Kamera möglich; für schwierige Motive kann man auf einen manuellen Weißabgleich zurückgreifen. Das Display der Caplio Rx ist auf 1,8 Zoll angewachsen; daneben lässt das für eine Ultrakompaktkamera mittlerweile recht große Gehäuse genügend Platz für übersichtlich angeordnete Bedienelemente. Aufnahmeparameter wie Empfindlichkeit, Belichtungskorrektur und Weißabgleich hat man unabhängig vom Menü über die ADJ-Taste im schnellen Zugriff. Die Stromversorgung können wahlweise zwei Mignon-Batterien oder -Akkus, aber auch ein Lithium-Ionen-Akku übernehmen. Im Lieferumfang sind nur zwei Alkali-Mangan-Zellen enthalten.

Die Einschaltzeit hat Ricoh auf hervorragende 1,1 Sekunden reduziert; dagegen ist die Bildfolgezeit von 4,2 Sekunden verbesserungswürdig. Auch die Serienbildfunktion ist ein Schwachpunkt der Kamera, die nur knapp 0,8 Bilder pro Sekunde bei drei Bildern in Folge erreicht. Beim Fokussieren dreht die Caplio Rx dann wieder richtig auf: Bei kürzester Brennweite vergehen nur 0,16 Sekunden vom Druck auf den Auslöser bis zur Belichtung, und auch bei längeren Brennweiten steigt die Auslöseverzögerung lediglich auf 0,4 Sekunden. Damit ist die Caplio Rx neben Sonys DSC-T1 eine der am schnellsten fokussierenden Kompaktkameras auf dem Markt.

Die Auflösung von rund 1090 Linien pro Bildhöhe erreicht ein für eine 3-Megapixel-Kamera sehr gutes Niveau, mit dem sie selbst manche 4-Megapixel-Modelle in diesem Test übertrifft. Der Rauschabstand ist sehr gut, aber das Farbrauschen mit 1,6 Prozent bei der Grundempfindlichkeit zu hoch; auf ein Heraufsetzen der Empfindlichkeit sollte man verzichten. In den Bildecken zeigt sich ein Schärfeabfall und auch eine Neigung zu Farbsäumen; an feinen Details kann man Moiré beobachten.

Sanyo Xacti VPC-J4EX

Als einziges Modell des Testfelds ist Sanyos Xacti VPC-J4EX eine weitgehende Neuentwicklung. Die waagerecht eingebaute Periskopkonstruktion des Zoom-Objektivs erlaubt ein sehr kompaktes Kameradesign im Schokoriegel-Formfaktor, bei dem es auch im eingeschalteten Zustand keine hervorstehenden Teile gibt. Der Autofokus stellt auf fünf Punkte oder die Bildmitte scharf und kann die Schärfe auch bewegten Motiven nachführen. Im Makromodus kann die Xacti auf sehr kleine Motive mit einer Diagonalen von 21 Millimetern fokussieren und hat damit den besten Makromodus der getesteten Modelle.

Die von einer Programmautomatik oder Motivprogrammen gesteuerte Belichtungszeit kann zwischen 1/2 und 1/2000 Sekunden variieren. Längere Verschlusszeiten bis 4 Sekunden stehen nur bei reduzierter Auflösung zur Verfügung und da der Kamera eine Rauschunterdrückung fehlt, stören dann zahlreiche Hotpixel im Bild. Die automatisch gefundenen Belichtungswerte kann man manuell korrigieren und auch ein manueller Weißabgleichswert lässt sich speichern; weitere Eingriffsmöglichkeiten bietet die Xacti nicht. Im Videomodus kann man VGA-Movies mit 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen; selbst das optische Zoom bleibt dabei verfügbar, wobei die Geräusche des Zoommotors allerdings auf der Tonspur hörbar aufgezeichnet werden. Eine Sonderfunktion der VPC-J4EX ist die Möglichkeit, zwei nacheinander aufgenommene Bilder in einer von vier vorgegebenen Formen ineinander einzustanzen. So kann beispielsweise ein herzförmiger Bildausschnitt in ein anderes Bild eingefügt werden, das dann als Rahmen dient.

Die Xacti VPC-J4EX ist in nur 1,0 Sekunden einsatzbereit; von Bild zu Bild vergehen wenigstens 2,2 Sekunden. Im Serienbildmodus bewältigt die Kamera nur eine Bildfrequenz von 1,2 Bildern pro Sekunde (vier in Folge). Die Auslöseverzögerung zwischen 1,0 und 1,2 Sekunden liegt ein wenig über dem Durchschnitt.

Mit einer gemessenen Auflösung von rund 1060 Linien pro Bildhöhe bleibt die Sanyo noch hinter den 3-Megapixel-Modellen von Fuji, Canon und Ricoh zurück. Dagegen bleibt das Rauschen zurückhaltend und das Farbrauschen ist mit 0,6 Prozent sehr niedrig. Am Bildrand sind durch die chromatische Aberration verursachte Farbsäume zu erkennen.

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